Manroland Sheetfed Aktionär hat seine Investition zurückverdient

Langley´s Investitionen in der Druckbranche stehen auf grundsolider Basis

Reproduziert mit Erlaubnis des Print Monthly Magazins. Veröffentlicht am 12.Mai 2016.

Die diversifizierte Engineering-Gruppe, Langley Holdings PLC, die vor über vier Jahren die Bogensparte der Manroland AG rettete, hat gemäß des letzten Geschäftsberichtes, ihre Investitionen in den Druckmaschinenbauer zurückverdient.

In seinem Bericht stellt Vorsitzender Tony Langley fest, dass „gegen Ende des Jahres 2015 die Barmittel der Gruppe den Stand überschritten hatten, der bestünde, wenn die Übernahme nicht stattgefunden hätte“. Das Unternehmen bezahlte im Februar 2012 85 Millionen Euro für den Geschäftsbetrieb und die Vermögenswerte der Bogensparte.

Wie kam es dazu? Manroland hat in den letzten vier Jahren gut gewirtschaftet – aber auch wiederum nicht so gut. Die Antwort liegt im Geschäft, dass Tony Langley mit dem Insolvenzverwalter, Werner Schneider, im Februar 2012, tätigte.

Einfach gesagt, kaufte er die gesamten Vermögenswerte der Bogensparte – Grundstücke, Fabriken, Maschinen, Lagerbestände, angearbeitete Produkte, Forderungen – und auch die Anteile in den etwa 40 zum damaligen Zeitpunkt noch solventen Niederlassungen rund um die Welt - für etwa 35% des Wertes. Dann, als die neue Manroland Sheetfed GmbH ihre Geschäftstätigkeit aufnahm, konnten viele dieser stark unter Preis erworbenen Vermögenswerte in Geld verwandelt werden: Übernommene Forderungen wurden eingetrieben, Lagerbestände und angearbeitete Produkte konnten in neue Forderungen umgewandelt, sowie die nach der Konzentration auf einen einzigen Produktionsstandort freigewordenen Grundstücke und Gebäude verkauft werden. Dazu ein positives moderates Handelsergebnis in jedem Jahr und siehe da, die Investition ist zurückverdient.

Und während dieser gesamten Zeit hat Langley nicht einen einzigen weiteren Cent in seine Manroland Sparte gesteckt. Das Unternehmen steht seit der Langley-Übernahme auf eigenen Füßen, trotz Millionen, die in die Entwicklung der nächsten Maschinengeneration, der ROLAND 700 EVOLUTION und in die Ausbildung geflossen sind.

Langley hat seine Kalkulation richtig gemacht und heute stehen sowohl Manroland Sheetfed als auch die Muttergesellschaft finanziell grundsolide da. Wenn in Sachen Profitabilität auch nicht mit den anderen Unternehmen der Gruppe vergleichbar, trug der Druckmaschinenbauer doch immerhin mit 10% zum Vorsteuerergebnis der Langley Holding bei und half das Gruppenergebnis auf 106,7 Millionen Euro zu vergrößern. Langley sagte, dass er „mit dem Erreichten in dieser Sparte sehr zufrieden ist.“

Er führte weiterhin aus, dass Druckchemie, der im November 2014 erworbene Hersteller von verfahrenstechnischen Systemkomponenten, im ersten vollen Jahr nach der Übernahme sein Geschäft „zur Zufriedenheit“ betrieben hat.

Und wie geht es in der Zukunft weiter? Wird Langley seine Investitionen versilbern, jetzt wo der Druckmaschinenbauer die Kurve gekriegt hat? Sehr unwahrscheinlich. Langley hat in über zwei Jahrzehnten noch nie ein Unternehmen, welches er auf den guten Weg gebracht hat, wieder verkauft. Und er muss es auch nicht. Die Gruppe hat keine Schulden und weist per Dezember 2015 ein Barvermögen von 330 Millionen Euro aus. Langley´s persönliche Zahlen können sich ebenfalls sehen lassen – er stieg in die Forbes Liste der weltweiten Milliardäre auf Platz 1577 mit einem persönlichen Vermögen von 1,3 Milliarden Dollar auf und mit seinen beiden jungen Söhnen, die bereits im Geschäft sind, ist die Dynastie für die nächste Generation ausgerichtet. Es sieht so aus, dass Langley auf lange Zukunft ein fester Bestandteil der Druckindustrie sein wird.

Um den aktuellen Geschäftsbericht der Langley Holdings PLC herunterzuladen klicken Sie hier

Um den Artikel „der lange Weg zur Milliarde: Tony Langley´s 40-jährige Reise auf die Milliardärsliste“ zu lesen klicken Sie hier.


Tony Langley - "very satisfied" with print investments.

Über Langley Holdings plc

Langley Holdings plc ist ein mehrspartig aufgestelltes Engineering-Unternehmen im Privatbesitz mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich. Die Hauptgesellschaften des Konzerns befinden sich in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, mehr als 80 Tochterunternehmen sind weltweit tätig. Der Konzern stellt Investitionsgüter für verschiedenste Industrien her, von Stromsystemen für Rechenzentren über Maschinen für Zementwerke und die Stahlindustrie, Packmaschinen für Lebensmittel, Schweißtechnik für die Automobilindustrie und Anlagen für die Druckindustrie. Der Konzern wurde 1975 durch den heutigen Vorsitzenden der Geschäftsführung und CEO, Tony Langley, gegründet und beschäftigt heute weltweit mehr als 4.300 Mitarbeiter.

Über Manroland Sheetfed

Manroland Sheetfed ist ein führender deutscher Hersteller von Offsetdruckmaschinen. Gegründet 1871 ist das Unternehmen einer der ältesten Druckmaschinenbauer der Welt. Das Unternehmen ist mit seinen eigenen Niederlassungen in über 40 Ländern vertreten. Der Name Manroland steht heute weltweit für Qualität und höchste Zuverlässigkeit. Manroland Sheetfed ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Langley Holdings plc, einer in Privatbesitz befindlichen Britischen Maschinenbaugruppe.